Dom zu Speyer Blick von Aussichtsplattform im Südwestturm auf Osttürme

Dom zu Speyer Blick ins Mittelschiff von Orgelempore

Dom zu Speyer Chorraum der Krypta

Dom zu Speyer Zwerggalerie auf der Südwestseite

Dom zu Speyer Patrone an der Westseite

Dom zu Speyer Chorraum

Dom zu Speyer Apsis und Osttürme

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

Dr. Karl-Heinz Wiesemann - Bischof von Speyer
Dr. Karl-Heinz Wiesemann - Bischof von Speyer

herzlich Willkommen auf der Website des Doms zu Speyer. Ich freue mich über Ihren Besuch!

Der Speyerer Dom ist Gotteshaus und Welterbestätte. Er ist ein Ort der Gemeinschaft, der Stille und Schönheit. Er ist ein Ort der Begegnung mit der Baukunst des Mittelalters und mit unserer Geschichte. Und er ist ein Ort der Begegnung mit Gott und mit Menschen aus der ganzen Welt.

Der Geschichte begegnen Sie vor allem an den Gräbern der Kaiser und Könige des Mittelalters. Viele Menschen kommen hierher, um auf den Spuren dieser Herrscher zu wandeln. Sie stehen etwa am Grab Kaiser Heinrich IV. und denken an den Herrscher, der mit dem Papst stritt und durch seinen „Gang nach Canossa“ in die Geschichte einging.

Gott begegnen Sie überall am und im Dom. In Gottesdiensten, Konzerten, im Gebet oder in der Architektur des Doms. Er ist in Form eines Kreuzes errichtet, dem Zeichen der Marter Christi aber zugleich auch der Rettung aus aller Todesnacht. Den Dom betreten Sie, indem Sie unter dem 12-stufigen Hauptportal hindurch gehen. Im Mittelschiff folgen aufeinander 12 Bögen zwischen den riesigen Pfeilern. Die Zahl der 12 Stämme Israel und der 12 Apostel liegt diesen Formen zu Grunde. Am Ende des Mittelschiffs liegt die Vierung. Über dem Hauptaltar erhebt sich in lichter Höhe eine riesige Kuppel – der Himmel. Am Ende Ihres Weges stehen Sie in der Apsis, im Osten des Domes, dort wo die Sonne aufgeht, die für die Christen für Jesus Christus steht.

Anderen Menschen begegnen Sie beim Eintreten. Ein junges Paar lauscht dem Audioguide. Kinder testen mit kurzen Rufen die Akustik. Eine Frau betet vor der Marienstatue. Amerikanische Touristen fragen nach den Kaisergräbern. Unser Dom stiftet Gemeinschaft. Er ist steingewordene Vision des Glaubens: ein Haus der Gemeinschaft und des Gebetes für alle Völker und Menschen.

Der Dom ist auch eine Chance zur Begegnung mit sich selbst. Er lädt ein, still zu werden und aufmerksam für das, was berührt, anzieht, bewegt und gut tut. Er atmet die Nähe Gottes.

Mitten im Dom, dort wo die Stufen zum Hochaltar hinaufführen, steht eine große Statue der Mutter Gottes. Sie zeigt uns Maria, die Mutter von Jesus mit ihrem Kind auf dem Arm. Seit ältesten Zeiten ist unser Mariendom auch Wallfahrtsstätte. Viele Gläubige kommen hierhin und wenden sich vertrauensvoll an die Mutter Gottes und an Jesus, ihren Sohn. Hier können Sie mit allem, was Sie bewegt, innehalten und eine Kerze anzünden.

Ich wünsche Ihnen, dass Ihr Dombesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, zur Erfahrung der Begegnung mit anderen Menschen, mit sich selbst und mit Gott.

Ihr

 

Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Bischof von Speyer

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