Dom zu Speyer Blick von Aussichtsplattform im Südwestturm auf Osttürme

Dom zu Speyer Blick ins Mittelschiff von Orgelempore

Dom zu Speyer Chorraum der Krypta

Dom zu Speyer Zwerggalerie auf der Südwestseite

Dom zu Speyer Patrone an der Westseite

Dom zu Speyer Chorraum

Dom zu Speyer Apsis und Osttürme

Krypta und Kaisergräber

Chorraum der Domkrypta
Chorraum der Domkrypta

Die Krypta ist der älteste Teil des Doms. 1041 wurde die Unterkirche geweiht und blieb seither nahezu unverändert. Auf Grund ihrer Größe, ihrer klaren geometrischen Gliederung und des Farbspiels der Gurtbögen gilt die Krypta als eine der schönsten Unterkirchen der Welt. 

Die Herrschergräber befinden sich im Mittelschiff des Doms. Vier Kaiser und vier Könige des Mittelalters sind in Speyer bestattet und machen diesen Ort damit quasi zur Reichsgrablege. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Gräber geöffnet und anschließend eine Gruft angelegt, die von der Krypta aus zu begehen ist. 

Die Kaisergräber
Die Kaisergräber

Kaisersaal und Aussichtsplattform

Der Kaisersaal mit der Marienkrönung
Der Kaisersaal mit der Marienkrönung

Geöffnet von April bis Oktober

Der über der Vorhalle gelegene Kaisersaal beherbergt neun monumentale Fresken des Malers Johann Baptist Schraudolph, die ehemals an den Wänden des Querhauses zu sehen waren. Im Zuge der großen Domrestaurierung wurden sie Mitte des 20. Jahrhunderts von dort entfernt und zunächst verwahrt. 2012 kamen sie zurück in den dafür eigens völlig neu gestalteten Kaisersaal. Die Bilder zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Bernhard von Clairvaux, des heiligen Erzmärtyrers Stephanus und des Papstes Stephan I., dessen Kopfreliquie im Dom verehrt wird. Höhepunkt ist die „Marienkrönung“, die bis 1957 in der Apsis des Chorraums angebracht war und eine Grundfläche von 70 Quadratmetern besitzt.

Blick von der Aussichtsplattform
Blick von der Aussichtsplattform

Auf dem Südwestturm des Doms befindet sich in rund 60 Metern Höhe eine Aussichtsplattform. Dort erwartet die Besucher ein einzigartiger Rundblick über die Stadt Speyer, die Vorderpfalz und in die badische Nachbarschaft. An Tagen mit guter Fernsicht überblickt man eine Entfernung von mehr als 50 Kilometern. Der Aufstieg beginnt in der Vorhalle und führt über zunächst 90 Stufen in den Kaisersaal. Von dort aus geht es über 214 weitere Stufen hinauf zur Turmspitze. Auf einer neuen Betontreppe, die sich nach oben in einer Stahltreppe fortsetzt, gelangt man mit etwas Ausdauer bequem nach oben. Einen Aufzug gibt es nicht. Die Aussichtsplattform unterhalb des Turmhelms hat eine Grundfläche von etwa 20 Quadratmetern. Sie ist nach allen Seiten offen und bietet etwa 50 Personen Platz.

Die Zwerggalerie

Die Zwerggalerie am Langhaus
Die Zwerggalerie am Langhaus

Begehung unter besonderen Bedingungen möglich zwischen April und Oktober

Die Zwerggalerie des Doms zu Speyer ist ein herausragendes Element der romanischen Kathedrale. Zum ersten Mal in der Geschichte der Architektur wurde ein Gebäude insgesamt von einem begehbaren Säulengang unterhalb des Dachansatzes umschlossen. Von den Domen in Trier und Speyer ausgehend, hat sich die Zwerggalerie als Stilelement der romanischen Baukunst über ganz Mitteleuropa verbreitet. 

Das Domkapitel hat sich dazu entschlossen, unter besonderen Bedingungen Besuchergruppen eine Begehung zu ermöglichen. Ziel dieses Angebots ist es, Domliebhaber für die enormen Herausforderungen der Instandhaltung zu sensibilisieren. Während des etwa einstündigen Rundgangs, der auf Anfrage für Gruppen von bis zu 5 Personen durchgeführt wird, sind Baugeschichte und Bauerhalt daher das zentrale Thema. Die Gestaltung des Baus wird in die geistliche und historische Dimension eingebettet. Damit weder die Würde des Ortes noch die Bausubstanz durch die Begehungen beeinträchtigt werden, ist die Anzahl der Rundgänge limitiert. Begleitet werden die Besucher von dafür speziell ausgebildeten Domführern. Die Sicherung erfolgt dabei über eine Verseilungsanlage, die 2013 für Revisionsarbeiten am Dom installiert wurde.

Eine Begehung der Zwerggalerie stellt besondere Anforderungen an die Teilnehmer und den sie begleitenden Domführer. Die Führungsbedingungen (AGBs) müssen vorher eingesehen und die Kenntnissnahme schriftlich bestätigt werden. Höhenangst sowie körperliche Beeinträchtigungen sind Hinderungsgründe. Die Gebühr, die dem Bauerhalt zu Gute kommt, beläuft sich auf 400 Euro pro Gruppe, was bei einer maximalen Teilnehmerzahl von 5 Personen einem Betrag von 80 Euro pro Teilnehmer entspricht. Eine Begehung ist grundsätzlich möglich von April bis Oktober. Kontakt: domfuehrungen@bistum-speyer.de