Tuesday, 03. April 2018

Vortrag über die Grabplatte Rudolfs von Habsburg

Der obere Teil der Grabplatte Rudolfs von Habsburg,

Hermann-Josef Schwab aus Bellheim referiert am 10. April in der Bibliothek St. German in Speyer

Speyer. Die Grabplatte Rudolfs von Habsburg in der Krypta des Speyerer Doms ist Thema eines Vortrages von Hermann-Josef Schwab aus Bellheim am Dienstag, 10. April, um 18.30 Uhr in der Bibliothek des Priesterseminars St. German in Speyer.

Bei der Grabplatte Rudolfs von Habsburg handelt es sich um eines der bekanntesten Bildnisse des Spätmittelalters im deutschen Sprachraum. Durch die Aufstellung an der Wand der Vorkrypta seit der großen Domrenovierung 1957 bis 1961 kommen alle Besucher der Kaisergruft an der lebensgroßen Figur vorbei, jährlich also viele tausende. Schon 100 Jahre vorher war sie nach einer Restaurierung auf einem Sockel in der Krypta platziert worden. Davor war sie gut zwei Jahrzehnte in der Antikenhalle am Dom öffentlich zugänglich, nachdem sie 1810 oder 1811 in den Trümmern des Johanniterhofes, heute Standort des Amtsgerichts in der Wormser Landstraße, wiedergefunden worden war.

Obwohl die Bildnisplatte also seit gut 200 Jahren nach ihrem Dornröschenschlaf nach der Zerstörung Speyers 1689 wieder zugänglich ist, ist doch wenig darüber bekannt, ob sie noch dem Zustand bei ihrem Fund entspricht oder im Laufe der Zeit durch restauratorische Eingriffe mehr oder weniger stark verändert wurde. Auch die Rolle der Grabplatte bei der Entstehung des Rudolfmonuments von Schwanthaler, heute in der Vorhalle des Doms, ist kaum bekannt. Der Vortrag versucht, hier etwas Licht in die Geschichte der Grabplatte und ihre Restaurierungsgeschichte zu bringen.

Text: Herbert Pohl/Foto: © Domkapitel