Mittwoch, 02. Dezember 2020

Dank und Glückwünsche für Weihbischof Georgens

Weihbischof Otto Georgens

Mitarbeiter-Gottesdienst am 70. Geburtstag im Speyerer Dom – Würdigung von Bischof Wiesemann – Glückwunschschreiben des Kirchenpräsidenten

Speyer. Weihbischof Otto Georgens hat heute, an seinem 70. Geburtstag, im Speyerer Dom den Gottesdienst für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats zelebriert. Konzelebrant war Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.

„Gottes Liebe und sein Erbarmen sind nicht in Quarantäne. Gott bleibt nicht auf Distanz zu uns“ sagte Weihbischof Georgens zu Beginn des Gottesdienstes. Gott komme den Menschen entgegen, das sei die Botschaft des Advents. „Gott steht vor der Tür meines Herzens, meines Lebens“. Die „Klopfzeichen Gottes in meinem Leben“ habe er in den 70 Jahren seines Lebens nicht immer wahrgenommen, „aber manchmal habe ich sie deutlich gespürt“. So feiere er „in großer Dankbarkeit“ seinen Geburtstag.

In seiner Predigt verwies Georgens darauf, dass in der Bibel immer wieder versucht werde, in Bildern und Gleichnissen „das Geschehen der Erlösung für uns anschaulich zu machen“. Ein Beispiel sei das Bild von der Herrschaft Gottes als Festmahl, wie es von dem Propheten Jesaja beschrieben werde. Auch Jesus habe dieses Bild verwendet. „Wir feiern jetzt miteinander das Mahl des Herrn. Wir sind eingeladen, es als ein Fest zu begehen, das in den Alltag hinein ausstrahlt. Wir sollen uns beschenken lassen mit einer Zuversicht, die bis in die Ewigkeit hineinreicht“, erklärte Georgens.

Am Ende des Gottesdienstes gratulierte Bischof Karl-Heinz Wiesemann dem Weihbischof und würdigte das Wirken Georgens. Er dankte ihm „für seinen wichtigen Dienst für die Diözese und darüber hinaus“. Weihbischof Georgens liege es am Herzen „die Kirche als Gemeinschaft im Glauben erfahrbar zu machen“. Er sei ein sozialer und geselliger Mensch. „Du bist gerne mit Menschen zusammen“ und „ein Mensch, der gerne kommuniziert“. „Das Festmahl, das Miteinander, das Leben, die Freude und die Lasten zu teilen, das liegt Dir am Herzen“, sagte Wiesemann.

Als Sohn eines Winzers, sei Georgens der „Wein sozusagen in die Wiege hineingelegt“ worden. Der Wein sei aber auch ein großes Zeichen und Symbol des Glaubens, das drücke sich in dem Wort Jesu „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben, mein Vater der Winzer“ aus. Außerdem stehe der Wein für die Freude des Evangeliums und Weihbischof Georges stehe für die Freude, die aus dem Evangelium erwachse.

Mit großer Leidenschaft widme sich Georgens auch seinen Aufgaben als Bischofsvikar für die Weltkirche. Er habe von seinen Reisen „wichtige Inspirationen“ in die pastoralen Prozesse im Bistum eingebracht. Er halte die Verbindung zu den mit dem Bistum verbundenen Diözesen in der Welt und den pfälzischen Missionaren weltweit. Als Bischofsvikar für die Orden engagiere er sich dafür „in nicht gerade einfachen Zeiten“. Auch die Caritas, für er lange Zeit zuständig gewesen sei, sei ihm ein Herzensanliegen.

Seine Liebe und tiefe Verbundenheit gelte dem Nachbarland Frankreich und der Spiritualität der französischen Mystikerin und Schriftstellerin Madeleine Delbrel. „Für die Verbreitung ihrer geradezu modernen Spiritualität im deutschen Sprachraum hast du einen wichtigen Beitrag geleistet“, lobte Wiesemann das Wirken des Weihbischofs. Als Delegat der deutschen Bischofskonferenz in der französischen Bischofskonferenz sei er dort seit vielen Jahren mit vielen in Freundschaft verbunden.„Es wäre noch vieles zu sagen“, sagte der Bischof und verwies darauf, dass Georgens auch seit vielen Jahren das Amt des Domprobstes bekleidet.

Bischof Wiesemann bedankte sich bei dem Weihbischof „für die mitbrüderliche Art, mit der Du mir sehr, sehr hilfst und zur Seite stehst.“ Er wünschte ihm „alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für die nächsten fruchtbaren Jahre im Weinberg des Herrn“.

Mit Beifall bekräftigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Gottesdienst diese Würdigung. Ein Ensemble der Dommusik, die die Messe musikalisch gestaltet hatte, sang ein Geburtstagsständchen. Das Bistum übertrug den Gottesdienst im Dom per Livestream. Im Gottesdienst wurde auch an den verstorbenen ehemaligen Mitarbeiter im Referat Weltkirche, Joachim Wilhelm, gedacht.

Schreiben des Kirchenpräsidenten
Glückwünsche zum 70. Geburtstag schickte in einem persönlichen Schreiben auch Kirchenpräsident Christian Schad an Weihbischof Georgens, verbunden mit dem Dank „für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren“ und für „Deine Herzenswärme und innige menschliche Zugewandtheit“. Er wisse „außerordentlich“ zu schätzen, „dass unser geschwisterliches Miteinander als Katholiken und Protestanten für Dich eine Grunddimension Deines bischöflichen Wirkens ist“. Gerade angesichts von Säkularisierung und Individualisierung trage „das gemeinsame Zeugnis von uns Christen zur Glaubwürdigkeit der Kirche bei und gibt uns nach innen wie nach außen Halt“, schreibt Schad.

Glückwünsche von missio München für Weihbischof Georgens

Glückwunschschreiben des Kolpingverbandes


Weitere Informationen zum 70. Geburtstag von Weihbischof Georgens