Samstag, 26. Dezember 2020

Pater Alfred Delp als Vorbild

Weihbischof Otto Georgens

Weihbischof Otto Georgens predigt am zweiten Weihnachtsfeiertag im Dom zu Speyer

Speyer. In seiner Predigt beim Pontifikalamt im Speyerer Dom zum Fest des Hl. Stephanus am zweiten Weihnachsfeiertag schilderte Weihbischof Otto Georgens das Schicksal von Pater Alfred Delp als das  eines "Stephanus unserer Zeit“. Der Jesuitenpater und Priester engagierte sich in der Zeit des Nationalsozialismus in der Widerstandsbewegung Kreisauer Kreis. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach einer Anklage wegen „Hoch- und Landesverrat“ von den Nazis zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Delp habe in seinem Buch „Im Angesichts des Todes“ auch über den Hl. Stephanus und dessen Zeugnis für den Glauben geschrieben, erklärte der Weihbischof. Wie Stephanus sei Delp zu einem „Märtyrer“ des Glaubens geworden. Delp ermutige dazu, Christ nach dem Vorbild von Stephanus zu sein. „Weihnachten, das Wunder der Heiligen Nacht, befähigt zum Zeugnis eines christlichen Lebens. D. h. wir sollen nicht nur dem Namen nach Christen sein, sondern tun, was unserem Glauben entspricht“, so der Weihbischof.

Stephanus mache den Menschen uns Mut, „aus der Gewöhnlichkeit, der Banalität unseres Lebens ‚herauszuspringen‘. Gott wird uns wandeln und zum Zeugnis befähigen, wenn wir durch den Ernst der Hingabe ihn rufen.“ Darum: „Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt“, bekräftigte Georgens seine Botschaft.

Die Predigt von Weihbischof Georgens im Wortlaut

Foto: Klaus Landry