Sonntag, 04. November 2018

"Der Glaube führt uns in die Gemeinschaft"

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann spendete 64 erwachsenen Frauen und Männern das Sakrament der Firmung im Speyerer Dom

Speyer. 64 Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen und aus allen Teilen des Bistums Speyer wurden am Sonntag, den 4. November, in einem Pontifikalgottesdienst von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom gefirmt.

„Der Dom ist ein Haus für alle Menschen, die Gott suchen und die im Glauben eine Gemeinschaft erfahren wollen, die durchs Leben trägt“, sagte der Bischof in seiner Begrüßung. Die Firmlinge seien in ihrer Unterschiedlichkeit ein Spiegel der Gesellschaft und der Kirche. „Es verbindet uns jedoch, dass Ihnen der Glaube im Leben wichtig geworden ist“, führte er in der Predigt weiter aus. Der Glaube strahle nicht nur in das eigene Leben aus, sondern führe in die Gemeinschaft. „Gottes- und Nächstenliebe sind im christlichen Glauben auf einzigartige Weise verbunden“, erklärte er im Blick auf das Tagesevangelium. Die Liebe betreffe den nächsten sofort mit. „Daher kann auch niemand das christliche Abendland retten, der den einen liebt, den anderen aber ausgrenzt.“ Das widerspreche der Vision Jesu, „dass wir als Menschen alle zusammengehören und Kinder des einen Vaters sind.“ Diese Vision habe die Kraft, die Welt zum Besseren zu verändern.

Musikalisch wurde die Messe von der Frauenschola „Musica InSpira“ unter der Leitung von Monika Keggenhoff gestaltet. Die Firmung gehört neben der Taufe zu den Einführungssakramenten der Kirche. Sie bestärkt die Gläubigen mit dem heiligen Geist und macht sie zu voll verantwortlichen Mitgliedern der Kirche. Das Kirchenrecht schreibt kein bestimmtes Alter für die Firmung vor. In der Regel werden Katholikinnen und Katholiken in Deutschland im Alter von fünfzehn Jahren vom Bischof oder Weihbischof in ihren Pfarreien gefirmt. In der Diözese Speyer spendet der Bischof einmal im Jahr in einer besonderen Feier Erwachsenen das Sakrament.

 

Text und Bild: is