Montag, 01. April 2019

„Wo Menschen die Liebe Gottes in ihr Leben hineinnehmen, erneuert sich die Welt“

Der Sonntag Laetare im Speyerer Dom

Pontifikalamt im Speyerer Dom verband sich mit der Erinnerung an die Amtseinführung von Papst Franziskus 2013 sowie an die Einführung von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Jahr 2008

Speyer. Am Sonntag Laetare haben die Gläubigen unter Leitung von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann im Speyerer Dom ein festliches Pontifikalamt gefeiert. „Der Sonntag Laetare markiert die halbe Wegstrecke der Fastenzeit und steht im Zeichen der Vorfreude auf Ostern“, machte Bischof Wiesemann deutlich. „Wir brauchen in unserer Kirche angesichts der schwierigen Herausforderungen die Kraft der Erneuerung, um glaubwürdig Zeugnis für Christus zu geben. Denn das ist unsere Aufgabe.“ Mit dem Gottesdienst wurde zugleich an die Amtseinführung von Papst Franziskus im März 2013 sowie an die Einführung von Dr. Karl-Heinz Wiesemann in sein Amt als Bischof von Speyer im März 2008 erinnert.

In seiner Predigt zum Sonntagsevangelium legte Bischof Wiesemann das Gleichnis vom verlorenen Sohn und barmherzigen Vater aus. „In diesem Gleichnis können wir alle Spannungen der Welt entdecken, vor allem die Frage der Wahl zwischen Freiheit und Sicherheit.“ In dem Gleichnis zeige sich Gottes tiefe Leidenschaft für die Freiheit der Schöpfung. „Dass er sich selbst in diese Freiheit hineinbegeben und sich ihr ausgeliefert hat, ist das Geheimnis der Liebe und Barmherzigkeit Gottes.“ Wo Menschen diese Liebe in ihr Leben hineinnehmen, verwandele und erneuere sich die Welt. Der Bischof rief die Gläubigen dazu auf, „immer wieder auf diese Liebe zu schauen, die die Kraft hat, Menschen zu verwandeln“. Erneuerung bedeute, mit Jesus dieses Geheimnis der Liebe Gottes immer tiefer zu erfassen.

Das Pontifikalamt wurde musikalisch von Domorganist Markus Eichenlaub und dem Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori mit der „Missa in honorem Beatae Mariae Virginis & Coenantibus illis“ von Michael Haller sowie Liedsätzen von Heiß und Melchiori gestaltet.

Text/Foto: is