Internationale Musiktage 2026

Samstag, 19.09.2026 - Eröffnungskonzert; Beginn: 19:30 Uhr; PK I

Spiritus Domini - Chorkonzert mit dem Westminster Cathedral Choir

Der Westminster Cathedral Choir zählt ohne Zweifel zu den herausragendsten Knabenchören auf der ganzen Welt. Seit seiner Gründung im Jahre 1903 nimmt er eine Vorrangstellung in der ersten Reihe der traditionsreichen englischen Kathedralchöre ein. Der Chor ist weltweit der einzige katholische Domchor, der noch immer täglich (!) Messen und Vespern in der Londoner Kathedrale singt. Der Chor hat zahlreiche Werke seines weitgefächerten Repertoires seit vielen Jahren immer wieder auf CD eingespielt; den Chor außerhalb seiner Westminster Kathedrale live zu hören hat absoluten Seltenheitswert! Wir freuen uns umso mehr, dass dieses einzigartige Ensemble innerhalb unserer Internationalen Musiktage bei uns zu Gast ist und unser diesjähriges Festival eröffnet!

Westminster Cathedral Choir London

Peter Stevens, Orgel

Leitung: Simon Johnson, Director of music

 

Mittwoch, 23.09.2026 - Konzert auf dem Königschor - Beginn: 21:00 Uhr - PK III

Bach zur Nacht I 

Ensemble La Gioia Armonica: Margit Übellacker (Hackbrett) und Jürgen Banholzer (Orgel und Programmkonzeption)
Ensemble CommuSicare: Annegret Hoffmann (Violine), Emanuele Breda (Violine, Viola), Ilona Les (Gambe), Julia Nilsen-Savage (Violoncello)


Ein besonderer Konzertabend: Bachsche Orgelwerke arrangiert für Streicher und Hackbrett und diese Bearbeitungen im Wechsel mit Orginalwerken. Diese unerwartete Klangwelt gibt einen interessanten, doppelten Blick auf Bachs Orgelwerke.

Samstag, 26.09.2026 - Beginn: 19:30 Uhr - PK II

LUX

Tomás Luis de Victoria (1548-1611)

Requiem à 4

 

Peter Tilling (*1975)

Requiem

für Instrumentalensemble in vier Sätzen (Uraufführung)

ensemble risonanze erranti, Leitung: Peter Tilling

Capella Spirensis, Leitung: Markus Melchiori

Im Rahmen unserer Festivalreihe CREATIO wird Musik als lebendiger schöpferischer Prozess erfahrbar – einer, der sich über Jahrhunderte hinweg entfaltet und zugleich immer wieder neu entsteht. Dieser Konzertabend macht hörbar, wie Tradition und Innovation miteinander in Resonanz treten können.

Im Wechselspiel zweier „Requiem“-Vertonungen begegnen sich unterschiedliche Epochen auf eindrucksvolle Weise: Tomás Luis de Victorias a-cappella-Komposition öffnet einen Raum zeitloser Spiritualität, während Peter Tillings Uraufführung für Instrumentalensemble den schöpferischen Akt in die Gegenwart überführt. Gemeinsam laden die Werke dazu ein, sich dem universellen Thema von Schöpfung, Vergänglichkeit und Abschied zu nähern.

Die Idee von CREATIO als fortwährender Akt des Erneuerns wird in Tillings Werk unmittelbar greifbar, während Victorias Musik das „Requiem“ in seiner konzentriertesten, geistlichen Form feiert. Aus dem Dialog von Vergangenheit und Gegenwart entsteht eine musikalische Brücke, die sowohl die Kraft der Überlieferung als auch den Mut zur Erneuerung würdigt – getragen von der Hoffnung auf Verwandlung: „Die Nacht ist fern gerückt, der Tag ist nahe. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und annehmen die Waffen des Lichts“ (Röm 13,12).

Mittwoch, 30.09.2026 Konzert auf dem Königschor - Beginn: 21.00 Uhr - PK II

Musik zur Nacht


Bach zur Nacht II
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Kantaten zum Pfingstfest


Erschallet, ihr Lieder, BWV 172
O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe, BWV 34


Capella Spirensis
Barockensemble L´ arpa festante
Leitung: Markus Melchiori


Im Rahmen unseres diesjährigen Festivalmottos präsentiert sich die Musik von Johann Sebastian Bach als kraftvoller Akt der Schöpfung und Inspiration. An diesem Abend erklingen zwei beeindruckende Kantaten zum Pfingstfest aus der Feder des berühmten Thomaskantors. Beide Werke veranschaulichen Bachs außergewöhnliche Fähigkeit, vokale und instrumentale Figuren zu einer lebendigen, geistlichen Klangwelt zu verschmelzen. Die Musik wird zu einer geistlichen Erzählung, die das Pfingstereignis in seiner feierlichen Dramatik und spirituellen Tiefe lebendig werden lässt. Bach predigt hier in Tönen, erschafft in seinen Kompositionen ein musikalisches „Gespräch“ über das göttliche Feuer des Heiligen Geistes, das an Pfingsten die Jünger erfüllt.

 

Freitag, 02.10.2026 - Konzert (Stadthalle Speyer); Beginn: 20:00 Uhr - Sonderkategorie

Harald Lesch und die Vier Jahreszeiten im Klimawandel

Martin Walch und das Merlin Ensemble Wien

Harald Lesch, Erzähler
Merlin Ensemble Wien
Martin Walch, Violine & Leitung

 

Was unternehmen acht klassische Musikerinnen und Musiker des Merlin Ensembles Wien mit dem Astrophysiker Harald Lesch? Eine Reise durch Raum und Zeit. Die vor 300 Jahren entstandenen „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi statten uns aus mit einer Jahreskarte und einem Umweltticket zwischen Erde und Orbit bei minimalem CO2-Footprint. 

Lesch und Vivaldi nehmen uns mit auf eine musikalische und wissenschaftliche Zeitreise, beginnend mit der Entstehung der Erde und ihrer Jahreszeiten bis hin zum gegenwärtigen Klimawandel. Am Ende betrachtet Harald Lesch vom Orbit aus die dramatischen Veränderungen der Erde und unseres Klimas – bis zur Apokalypse? Auch die aktuelle Tagespolitik bleibt dabei nicht verschont.

 

Samstag, 03.10.2026 - Abschlusskonzert - Beginn: 18.00 Uhr - PK I

Joseph Haydn (1732-1809)

Die Schöpfung

Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester

 

Annemarie Pfahler, Sopran 

Sebastian Hübner, Tenor

Matthias Horn, Bass

Mädchenchor am Dom zu Speyer

Speyerer Domsingknaben 

Domchor Speyer

Barockorchester L´ arpa festante

Leitung: Joachim Weller

 

Die Schöpfung von Joseph Haydn ist ein tief berührendes Oratorium über den Ursprung der Welt, das musikalisch und inhaltlich eine erschütternde Sinnlichkeit entfaltet. Ein Schlüsselwerk der Oratorienliteratur! Nach dem Buch Genesis schildert es in drei Teilen die Erschaffung von Himmel, Erde und Lebewesen.

Der Zeitgeist des späten 18. Jahrhunderts spiegelt sich in Haydns klarer Form, den expressiven Textausdeutungen und humorvollen Zwischenspielen wider, die die alttestamentlichen Texte leicht zugänglich machen. Die Musik begleitet die Fantasie der Zuhörenden, lässt Staunen auflodern und schenkt zugleich Ruhe und Besinnung. Die Schöpfung lädt ein zu einer musikalischen Reise, die Welterfahrung, Glauben und Freude gleichermaßen erfahrbar macht. Ein Werk von zeitloser Faszination und Kraft!

Weitere Informationen folgen!